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„Ortenau 2030“ | Aktuelles Aktueller Artikel

Ortenau Klinikum in Lahr: Neue Zentrale Notaufnahme eröffnet

Schockraum mit direkter Anbindung an Computertomographie/ Über 25.000 Behandlungen im Jahr

(v.l.n.r.) Oberbürgermeister Markus Ibert, Abteilungspräsident Dr. Johannes Dreier, Landrat Frank Scherer und Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller durschnitten vor dem Eingang der neuen ZNA ein rotes Band zur offiziellen Eröffnung. Bild: Ortenau Klinikum

Mit einer Feierstunde hat das Ortenau Klinikum in Lahr seine neue Zentrale Notaufnahme (ZNA) gestern offiziell eröffnet. Vor einer pandemiebedingt begrenzten Anzahl von Gästen aus Politik, Gesundheitswesen und dem Ortenau Klinikum gratulierten Landrat Frank Scherer, Oberbürgermeister Markus Ibert, Abteilungspräsident Dr. Johannes Dreier vom Regierungspräsidium Freiburg sowie Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller der Klinik zu den völlig neugestalteten und erweiterten Räumlichkeiten der ZNA.

„Das Ortenau Klinikum schafft in Lahr moderne und leistungsfähige Strukturen, um die exzellente Patientenversorgung zu sichern“, betonte Landrat Frank Scherer. Die neue Zentrale Notaufnahme sei ein weiterer „Meilenstein in der Entwicklung des Ortenau Klinikums in Lahr“. Für die umfassende Sanierung und Modernisierung der Klinik werde der Kreis in den kommenden Jahren rund 183 Millionen Euro investieren und damit ein deutliches Bekenntnis zum Klinikstandort Lahr abgeben. Der Ortenaukreis und das Ortenau Klinikum würden mit ihrem Konzept „Ortenau 2030 – Zukunft Gesundheit“ und den geplanten Investitionen von rund einer Milliarde Euro von Regionen bundesweit als Vorbild gesehen. Scherer dankte allen Beteiligten, die an der Neugestaltung der ZNA mitgewirkt haben, und sprach den Pflegekräften wie den Ärztinnen und Ärzten der Lahrer Notaufnahme seine Anerkennung für das große Engagement in der Patientenversorgung aus.

Der unter anderem beim Regierungspräsidium Freiburg für die Förderung von Neu- und Umbaumaßnahmen von Kliniken zuständige Abteilungspräsident Dr. Johannes Dreier sagte eine schnelle Bearbeitung des Förderantrags für die Baumaßnahme, die einen Umfang von rund fünf Millionen Euro hat, zu. Mit Bezug auf die vom Kreistag beschlossene Agenda 2030 zur Neustrukturierung der Kliniken betonte Dr. Dreier: „Wir stehen voll hinter dem Vorhaben.“

Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller stellte die besondere Verantwortung des Ortenau Klinikums als einiger stationärer Versorger in der Notfallversorgung heraus. „Alle unsere Häuser im Verbund verfügen jetzt über moderne, interdisziplinäre Notaufnahmen.“ Zudem hätten die Notaufnahmen in einer standortübergreifenden Arbeitsgruppe gemeinsame Standards und Zielsetzungen festgelegt und so die Zusammenarbeit weiter verstärkt.

„Mit der neuen zentralen Notaufnahme sind wir einen großen Schritt vorangekommen“, unterstrich auch der stellvertretende Ärztliche Direktor, Professor Dr. Leonhard Mohr, in seinem Grußwort. Sowohl die räumliche wie auch die technische Ausstattung stelle eine deutliche Verbesserung gegenüber der vorherigen Situation dar. Auch Professor Dr. Mohr begrüßte die verstärkte Zusammenarbeit der Häuser im Verbund. „So können wir ein Angebot als Maximalversorger aufbauen, dass den Vergleich mit Karlsruhe oder Stuttgart nicht scheuen muss“.

In der neuen ZNA, in der mehrere Fachabteilungen interdisziplinär zusammenarbeiten, werden Notfallpatienten aller Fachrichtungen an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr behandelt. Sie ist erste Anlaufstelle für alle akut erkrankten oder verletzten Patienten. Fachlich deckt die ZNA am Ortenau Klinikum in Lahr die Bereiche Unfallchirurgie, Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Urologie, Innere Medizin, Neurologie, HNO und Gynäkologie ab. Patienten, die aufgrund von Erkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall sehr zeitnah einer Spezialbehandlung bedürfen, werden rund um die Uhr direkt in Spezialabteilungen versorgt.

Für die neue ZNA wurden sowohl die Räumlichkeiten der ehemaligen chirurgischen Notaufnahme sowie ein nicht mehr genutztes Bewegungsbad und alte OP-Räume im Erdgeschoss saniert und neu aufgeteilt. Insgesamt stehen in den jetzt großzügigen Räumlichkeiten 15 Untersuchungsplätze, ein Interventionsraum und ein Gipsraum zur Verfügung. Alle Untersuchungsplätze verfügen über Monitore zur ständigen Kontrolle lebenswichtiger Körperfunktionen und sind mit PC-Platz ausgestattet. Für die Versorgung von Unfallversetzten wie beispielsweise nach Arbeits- oder Verkehrsunfällen hält die ZNA einen modernen Schockraum bereit. Die durchgehend verfügbare Möglichkeit der Computertomographie direkt im Nebenraum erspart Zeit und Transportbelastungen. Völlig neu gestaltet ist auch der Anmeldebereich der ZNA, der zudem durch einen Patientenaufnahmebereich und Ersteinschätzungsraum ergänzt wurde. Unmittelbar am Eingang der ZNA ist ein großer Wartebereich geschaffen worden.

Mit der räumlichen Erweiterung und Modernisierung der ZNA trägt das Ortenau Klinikum in Lahr dem gesteigerten Patientenaufkommen der vergangenen Jahre Rechnung und will die Leistungsfähigkeit der ZNA bis zum Abschluss der vorgesehenen Sanierung und Modernisierung der gesamten Klinik in rund zehn Jahren sicherstellen. Aktuell werden pro Jahr rund 25.000 Patienten in der ZNA am Ortenau Klinikum in Lahr versorgt. In der ZNA sorgen ein Team spezialisierter Pflegekräfte sowie Administratoren und die interdisziplinäre Besetzung mit Ärztinnen und Ärzten aus vier Abteilungen für die bestmögliche Patientenversorgung.

An den Wochenenden betreibt die Kassenärztliche Vereinigung am Ortenau Klinikum in Lahr eine Notfallpraxis für hausärztliche Notfälle, die bei Bedarf direkt in der ZNA weiterbehandelt werden können.

Weitere Hinweise und wichtige Telefonnummern zur Notfallversorgung im Ortenaukreis und den Notaufnahmen an den Ortenau Kliniken finden sich auf der Internetseite www.notfall-ortenau.de.